PUPPEN & Spielzeug

2017-11-08 13:43:55

Mit Liebe zum Detail

Ausgabe 06/17

Rosen und Rosetten fertigen

Mit relativ geringem Aufwand lassen sich Accessoires fertigen, die sowohl Puppenkleider als auch Jäckchen oder Taschen aufwerten. Besonders schöne Ergebnisse lassen sich mit Rosen beziehungsweise Rosetten erzielen. Wie man diese fertigt, erklärt PUPPEN & Spielzeug-Autorin Veronika Schneider in einer detaillierten Anleitung.

Rosen und Rosetten: Was zunächst wie ein- und dasselbe klingt, unterscheidet sich deutlich voneinander. Ganz besonders in der Herstellung. Während Rosetten aus einem einzelnen Satinband entstehen, das gekräuselt wird, werden Rosen aus mehreren Teilen gefertigt und einfach aufgedreht.

Die Rose

Für eine Rose wird ein Schrägstreifen, je nach gewünschtem Volumen, etwa 30 bis 50 Zentimeter lang und 5 Zentimeter breit, zugeschnitten. Den Schrägstreifen der Länge nach falten. (1) Die rechte Seite liegt außen. Anschließend die offene Schnittkante zusammenschlingen, daneben einmal einreihen. (2) Am Anfang und am Ende den Reihstich zur Kante hin abrunden. Anschließend den Reihstich kräuseln und an der Schnittkante die Rose fixieren. Hierbei ist Fingerspitzengefühl und etwas Geschick gefragt. (3)

Für das Rosenblatt, zwei Teile rechts auf rechts aufeinanderlegen, stecken und steppen. An den Rundungen des Blattes etwas einknipsen und wenden. (4) Die Kanten ausstreichen und eventuell sehr vorsichtig bügeln. Knapp unterhalb der Mitte des Blattes eine Falte legen, mit ein paar Stichen fixieren. (5) Auf der rückwärtigen Seite der Rose annähen. (6) Die Rose aufnähen – zum Beispiel auf ein Pompadour-Täschchen, den Träger eines Kleides oder eine Jacke. (7)

Die Rosette

Eine Rosette zu fertigen, sieht schwieriger aus, als es in Wirklichkeit ist. Zunächst wird ein Muster erstellt, um die Größe zu ermitteln. (1) Je größer der Abstand, desto größer wird später auch die Rosette. Benötigt wird Satinband. Dieses wird per Hand mit kleinen Vorderstichen in Zick-Zack-Form genäht. (2) Wichtig dabei: Bei gleichem Abstand von 3 Zentimeter mit doppelter Nähseide. Tipp: Die Nähseide mit beiden Enden gleichzeitig durch das Nadelöhr fädeln und durch die Schlinge ziehen. Somit hat man immer gleiche Fadenlängen.

Die Stiche zusammenziehen. (3/4) Dabei bildet sich die Rosette von selbst. (5) Wichtig: Den Faden nicht abschneiden. Die beiden Enden mit einem separaten Faden zusammennähen. Zuerst auf der rechten Seite, dann auf der Linken. Somit ist die Naht versäubert. Diesen Faden abschneiden. Dann den Faden der Rosette nochmals anziehen und gleichmäßig verteilen. (6) In der Mitte die Enden der Rosette mit ein paar Stichen zusammenfassen, damit sich keine Öffnung bildet. (7) Den Faden vernähen. Zur Zierde Perlen oder Schmuckknopf draufnähen (8/9).

URL:
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Veronika Schneider

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