PUPPEN & Spielzeug

2016-11-13 10:11:00

Und … lächeln!

Ausgabe 06/16

Wie man Puppen gekonnt in Szene setzt

Viele Sammler und Puppenenthusiasten stehen vor der Herausforderung, ihre kleinen Lieblinge gekonnt im Bild festzuhalten. Hierbei richtig gute Ergebnisse zu erzielen, ist gar nicht so schwer. Stimmen die Lichtverhältnisse, gelingen gute Bilder ohne großen Aufwand. Wir zeigen, was man tun und was man tunlichst lassen sollte. Als Model tritt auf: eine Wichteldame von Birgitte Frigast.

Jeder Puppenliebhaber kennt das: Man hat seine Sammlung um ein kleines Kunstwerk erweitert und möchte dies möglichst gut in Szene setzen. Die weit verbreitete Meinung: „Dafür braucht man sicher einen professionellen Fototisch und eine richtig gute Spiegelreflex-Kamera.“ Natürlich wäre das eine hervorragende Grundlage, allerdings lassen sich auch mit einfachen Mitteln wie einer digitalen Kompaktkamera gute Ergebnisse erzielen. Dabei ist eine besonders hohe Auflösung nicht erforderlich. Rund 8 Megapixel sind völlig ausreichend, um hochwertige und druckfähige Bilder zu produzieren.

Tipp 1: Das Licht

Grundsätzlich sollte auf den kom­pletten Einsatz von Kunstlicht – sowohl vom Kamerablitz als auch von Lampen –
verzichtet werden. Am ­preiswertesten und einfachsten ist das geschickte Ausnutzen des Tageslichts durch zwei nebeneinander liegende Fenster. Dabei sollte man unbedingt die Mittagszeit, beziehungsweise den höchsten Stand der Sonne nutzen. So vermeidet man auch ungewünschte Schattenbildung. Für eine gute Streuung des Lichts kann man die Fenster zudem mit dünnem weißem Stoff abdecken. Weiße Gardinen reichen in den meisten Fällen schon aus.

Tipp 2: Der Untergrund

Für gute Ergebnisse drapiert man die Puppe auf einem einfarbigen Fotokarton, der in nahezu allen Schreibwarengeschäften zu bekommen ist. Besonders gute Ergebnisse erzielt man mit weißem oder grauem Karton. Bunte Pappen hingegen sind ungeeignet, da es schnell zu ungewünschten Farbveränderungen kommt – selbst bei der Verwendung teuren Kamera-Equipments.

Tipp 3: Fester Stand

Der Einsatz eines Stativs ist unverzichtbar, da ein Verwackeln auch bei modernen digitalen Kameras nicht ausgeschlossen ist – selbst bei integrierten Bildstabilisatoren und ausreichender Helligkeit. Zusätzlich sollte der interne Selbstauslöser der Kamera bei jeder Aufnahme eingeschaltet sein.

Tipp 4: Auf Augenhöhe

Ein stufenlos einstellbares Stativ hat einen weiteren großen Vorteil: Man kann die Kamera perfekt ausrichten. Und das sollte man auch tun, denn wirklich schöne Fotos entstehen, wenn die Puppe direkt in die Kamera schaut. Dies erzeugt den Effekt, dass die Puppe auf dem Foto den Betrachtern direkt in die Augen blickt. Ansonsten ist erlaubt, was gefällt: Ob man die Frosch- oder die Vogel-Perspektive wählt, hängt von dem Kunstwerk ab. Manchmal kann man schöne Ergebnisse erzielen, in anderen Fällen erscheinen Körperteile überproportional groß. Hier ist Ausprobieren die Devise.

Tipp 5: Abspeichern

Je größer, desto besser. Das gilt vor allem, wenn man seine Bilder später veröffentlichen oder in einem Fotobuch verewigen möchte. Daher sollte man die Fotos nicht künstlich verkleinern – oder sofern man kleinere Versionen für die eigene Website benötigt –, sondern die Originale abspeichern.

URL:
http://puppen-und-spielzeug.de/?p=11274

TEXT
Tobias Meints

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