Wintermode für Anspruchsvolle

Kalte Zeiten

6. November, 2012 - Kategorie: Aktuell, Puppenmachen
Wintermode für Anspruchsvolle

Barbie ist die bekannteste Modepuppe der Welt und kann seit ihrer Markteinführung auf ein breites Portfolio unterschiedlicher Outfits zurückblicken. Wer jedoch die Herausforderung annehmen und sie selber einkleiden möchte, hat mit dieser Schnittanleitung für einen warmen Wintermantel die Gelegenheit dazu.

Dieser Schnitt eignet sich für Barbie-Puppen mit einer Größe von 29 Zentimeter. Bei doppelter Stofflage liegt die rechte Seite innen. Auf den Fadenlauf achten. Bei einer Stoffart mit „Strich“ (Flor) zum Beispiel bei Samt zeigt der Strich nach oben, da die Farbe intensiver wirkt. Bei längerem Flor, wird der Strich nach unten geführt. Die Schnittteile auf den Stoff legen und feststecken. Mit Schneiderkreide die Konturen der Schnittkanten nachzeichnen. Dabei die Naht- und Saumzugaben beachten Die Nahtzugaben bei so kleinen Puppenkleidern sind in der Regel für Hals- und Armausschnitt 0,5 Zentimeter, für Seitennähte 1 Zentimeter, für die Saumlänge 2 Zentimeter. Bei diesem Schnitt sind die Zugaben vermerkt. Alle Schnittteile bei doppelter Stofflage einmal zuschneiden. Somit erhält man automatisch zwei gegengleiche Schnittteile.

Mäntelchen

Die zugeschnittenen Teile, wenn nötig, mit Zick-Zack-Stichen einschlingen. Die Vorderteile rechts auf rechts auf den Mantelrücken legen. Die Schulternähte sowie die rückwärtige Mitte von Kragen und Kragenbesatz stecken und steppen. Naht ausstreifen oder vorsichtig leicht dämpfen. Den Kragen an den Halsausschnitt vom Rücken steppen, die Nahtzugabe am Kragen in die Ecken einschneiden. Den Kragenbesatz (Oberkragen) rechts auf rechts und Naht auf Naht auf den Unterkragen legen. Diesen danach an den Schnittkanten zusammenheften. Bevor der Kragen gesteppt wird, die Besatzlänge vom Oberkragen an den Mantelbesatz nähen. Vorher an den Ecken einschneiden. Den Kragen wenden, die Kragenkante und den Besatz bis kurz vor dem Saum umheften. Den Oberkragen an die Naht vom Halsausschnitt stecken. Dann mit der Hand annähen.

Ärmel

Den Ärmel vorbereiten. Er wird bei offener Seitennaht eingenäht. Die rechte Seite der Stulpe wird auf die linke Seite vom Ärmel an die Länge gesteckt. Zunächst die Naht jeweils bis zur Nahtbreite von 0,5 Zentimeter schließen. Die Ärmelkugel einmal einreihen, an den Armausschnitt stecken und gegebenenfalls mit der Hand und kleinen Rückstichen einnähen. Die Mantel-Seitennaht und die Ärmellänge rechts auf rechts legen, stecken und bis zur Stulpe in einem Stück durchgehend steppen. Den Ärmel wenden und die Stulpenbreite schließen. Die Schnittkante der Stulpe etwa 0,5 Zentimeter nach links einschlagen und säumen. Alternativ kann der Ärmel auch ohne Stulpe genäht werden, wobei bei dem Ärmel-Zuschnitt eine Saumzugabe von etwa 1,5 Zentimeter berücksichtigt werden sollte. Die Saumbreite vom Mantel wird nach Links eingeschlagen, gesteckt, geheftet und per Hand genäht. Der Kragen wird knapp an der Kante abgesteppt. Somit behält er besser die Form.

Mantelfutter

Zunächst die Schulter- und die Seitennähte schließen. Dann die Futterlänge säumen – etwa ein Zentimeter kürzer als die Mantellänge, damit nichts vorschaut. Abschließend die Nähte und den Saum bügeln. Das Futter 0,5 Zentimeter einschlagen und in den Mantel stecken. Mit der Hand einnähen. Den Armausschnitt vom Futter an die Naht vom Mantel-Armausschnitt stecken und an den Stichen fixieren. Zwei bis drei kleine Knöpfe auf die rechte Mantelseite nähen, darunter zwei bis drei kleine Druckknöpfe.

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