Elke Rindsland erfüllt sich ihren Traum

Babyverliebt

2. November, 2012 - Kategorie: Aktuell, Babypuppen
Elke Rindsland erfüllt sich ihren Traum

Elke Rindsland liebt seit jeher Babys. Die Sächsin hat bereits im Alter von elf Jahren die Leidenschaft für die kleinen Wonneproppen entdeckt und war oft als Babysitter tätig. Aus dem Plan, den Beruf der Säuglingsschwester zu erlernen, ist zwar nichts geworden, doch als erfolgreiche Rebornerin hat sie sich ein Stück Lebenstraum erfüllt.

„Schon als Kind war ich verrückt nach Babys“, erinnert sich Elke Rindsland aus dem sächsischen Delitzsch lachend. „Eine Babypuppe zum Spielen besaß ich nicht, stattdessen avancierte ich zu einem verantwortungsbewussten und vielbeschäftigten Babysitter. Sobald einer meiner kleinen Schützlinge groß genug geworden war, um selbstständig im Kinderwagen zu sitzen, hielt ich nach dem nächsten Neugeborenen Ausschau.“

Inständig erhoffte sich das Mädchen damals, später einmal Säuglingsschwester zu werden. Dieser Wunsch wurde jedoch nie Wirklichkeit. Doch dann, im Erwachsenenalter, fand Elke Rindsland einen mehr als adäquaten Ersatz für ihre nicht erfüllte Sehnsucht aus Kindertagen. „Mit der Herstellung täuschend echt aussehender Babypuppen kann ich ein bisschen was von diesem alten Traum leben und erleben. Beim Rebornen gehe ich voll und ganz in meiner Leidenschaft für Neugeborene auf. Und ich kann die Babys dabei sogar ganz nach meinem Geschmack gestalten“, schmunzelt die Künstlerin, die mit ihrem Ehemann ein kleines Modehaus im ­Zentrum ihrer Heimatstadt betreibt.

Puppenecke im Modehaus

Das Anfertigen von Babypuppen aus Rohlingen bekannter Künstler hat die Sächsin gleich zu Beginn der Reborn-Welle entdeckt. Kontakt zur Puppenszene bestand damals schon, denn die Rindslands hatten in ihrem Modehaus bereits Mitte der 1990er-Jahre eine „Puppenecke“ eingerichtet, die das Sortiment des Bekleidungsgeschäfts auf besonders dekorative Art erweiterte.

Als das Ehepaar Rindsland 1998 auf der Nürnberger Spielwaren­messe unterwegs war, um aktuelle Künstlerpuppen für die Präsentation und den Verkauf in ihrem Ladengeschäft zu begutachten, wurden sie auf den Stand der Firma HeiRi aus dem baden-württembergischen Stutensee aufmerksam. „Die dort ausgestellten, von den beiden Künstlerinnen Heide Psotka und Iris Buresch selbst modellierten Charakterpuppen faszinierten meinen Mann und mich gleichermaßen“, erzählt Elke Rindsland. Noch im gleichen Jahr belegte das Ehepaar einen Kurs und erlernte das Herstellen von Künstlerpuppen-Reproduktionen aus Porzellan.

Selbstläufer

Als einige Zeit später Rohlinge aus Vinyl auf den Markt kamen, war bei Elke Rindsland sofort großes Interesse entfacht. „Ich begann, mich für die verschiedenen Techniken der Babypuppen-Herstellung zu interessieren und eignete mir die Grundlagen mehr oder weniger autodidaktisch an. Meine Begeisterung war so groß, dass mir alles wie von selbst von der Hand ging. Einen Reborn-Kurs habe ich daher nie besucht.“

Durch Kontakte zu verschiedenen Künstlerinnen und den Betreibern diverser Online-Shops gelingt es der Sächsin, sich stets auf dem Laufenden zu halten. Sie lernt die jeweils aktuellen Techniken, kauft sich technisch ausgefeilte Werkzeuge und wird immer besser. Ihre selbst hergestellten Exemplare präsentiert die Rebornerin seitdem mit wachsendem Erfolg in ihrem Modehaus.
Die ursprüngliche Werkstatt wurde bald zu klein, etwas Geräumigeres musste her. „Seit 2008 habe ich mit meiner 80 Quadratmeter großen Puppenstube endlich so viel Platz, dass ich sogar selbst Kurse geben kann. Ich habe nämlich schnell bemerkt, wie viele Puppenmütter den Wunsch haben, das Rebornen einmal auszuprobieren und die notwendigen Kniffe zu erlernen.“ Damit bewies Elke Rindsland Geschäftssinn, denn ihre regelmäßigen Seminare sind begehrt und werden häufig gebucht.

Akzente setzen

Im Jahr 2010 initiierte sie kurzerhand einen Handarbeitsabend, der einmal im Monat im Hause Rindsland stattfindet. Die Teilnehmerinnen sind restlos begeistert von dieser Idee. „Ich habe damit die Anregung von einigen Absolventinnen meiner Seminare aufgegriffen, die ihre Babypuppen gerne selbst bestricken wollen, aber die Grundlagen dafür nicht oder nur flüchtig beherrschen.“

Für Elke Rindsland hingegen ist es ein Leichtes, Handarbeiten zu lehren, schließlich sind Stricken, Nähen und Häkeln Dinge, die ihr bereits seit ihrer frühesten Kindheit in Fleisch und Blut übergegangen sind. „Dadurch konnte ich von Anfang an meine Reborn-Babys mit individuellen Stücken einkleiden, die ich alle selbst gefertigt hatte. Wenn man die Einzigartigkeit seiner Schöpfungen mit Kleidung unterstreichen will, ist es ein enormer Vorteil, Handarbeiten zu können. Jede Puppenmama weiß, dass Fabrikware häufig nicht so ist, wie man sie sich für seine kleinen Lieblinge wünscht.“

Die Künstlerin hat also einiges richtig gemacht in ihrer Laufbahn, indem sie ihre Chancen auf das Beste zu nutzen wusste. Eine solide Basis aus Können und Leidenschaft war dabei die Grundlage. Mehrfache Auszeichnungen ihrer Reborns bei den wichtigen Szene-Veranstaltungen in Neustadt und Sonneberg sprechen für sich. „Ich träume nicht mein Leben, sondern lebe meinen Traum“, sagt die begeisterte Puppenmacherin, die sich auch in Zukunft ganz der Gestaltung niedlicher Reborn-Babys widmen möchte.

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